Häufige Fragen (FAQ)

Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen

FAQ

Die beliebtesten Antworten auf einen Blick

Ikigaido ist kein Fitnessstudio und keine private Kampfsportschule, sondern ein ehrenamtlich getragener Verein. Die Mitgliederbeiträge finanzieren vor allem Miete, Infrastruktur, Trainingsbetrieb und Trainer:innen. Das Vereinsleben selbst entsteht aber durch die Menschen, die mitmachen.

Dazu gehören nicht nur Trainings, Prüfungen und Turniere, sondern auch ganz praktische Dinge: Ordnung im Dojo, Aufräumen im Vereinsraum, Geschirr wegräumen, Abfall entsorgen, bei Anlässen helfen oder organisatorisch mittragen. Das sind keine „Serviceleistungen“, die einfach von den Trainer:innen übernommen werden, sondern Teil unseres gemeinsamen Miteinanders.

Wir haben uns bewusst für die Vereinsform entschieden, weil wir an Gemeinschaft, Verbindlichkeit und gegenseitige Unterstützung glauben. Wer bei uns Mitglied wird, wird Teil dieser Kultur. Wenn ihr vor allem ein Angebot sucht, bei dem man bezahlt, konsumiert und sich um nichts weiter kümmern muss, gibt es dafür andere Schulen und Anbieter. Bei Ikigaido suchen wir Menschen und Familien, die den Verein mit Respekt, Eigeninitiative und Freude mittragen. 🙌

Anfängerkurse sind für bestimmte Angebote der bessere und fairere Einstieg als ein einzelnes Schnuppertraining. Ein einzelnes Probetraining zeigt oft nur eine Momentaufnahme: Manche Kinder sind beim ersten Mal euphorisch, andere noch zurückhaltend oder überfordert. Unsere Anfängerkurse geben Kindern und Familien mehr Zeit, uns besser kennenzulernen. So können die Kinder Schritt für Schritt ankommen, während auch die Eltern und wir als Verein sehen, ob Angebot, Rhythmus und Miteinander gut passen.

Wir bieten Halbjahres- und Jahresmitgliedschaften an, weil wir als ehrenamtlich geführter Verein den administrativen Aufwand bewusst klein halten möchten. Häufige Rechnungen, Wechsel und Vertragsanpassungen bedeuten für uns viel zusätzliche Arbeit in unserer Freizeit.

Das gemeinsame Training lebt bei uns von Verbindlichkeit, Gemeinschaft und einem langfristigen Miteinander. Die Halbjahresmitgliedschaft ist deshalb unser flexibler Einstieg für Familien, die zuerst schauen möchten, ob das Angebot wirklich passt. Monatliche oder quartalsweise Abos bieten wir aus diesen Gründen bewusst nicht an.

Bonsai Kids ist grundsätzlich ab 3 Jahren möglich. Gleichzeitig zeigt unsere Erfahrung, dass 4 Jahre für viele Kinder das bessere Einstiegsalter ist. Manche Kinder sind mit 3 aber schon bereit, andere brauchen noch etwas Zeit, besonders bei Koordination, Motorik, Impulskontrolle und dem Mitmachen in der Gruppe.

Entscheidend ist weniger das genaue Alter als die individuelle Reife des Kindes. Darum laden wir Kinder ab 3 Jahren gerne zum Probetraining ein und schauen gemeinsam mit euch Eltern, ob der Einstieg bereits passt oder ob ein späterer Start sinnvoller wäre. Ihr müsst das also nicht vorher perfekt einschätzen. Dafür ist das Probetraining da.

Auch wenn ein Kind beim ersten Mal noch zuschaut oder zurückhaltend ist, ist das nicht automatisch ein Problem. Entscheidend ist, ob es sich mit etwas Zeit lösen, orientieren und auf die Gruppe einlassen kann.

Für Bonsai Kids müssen Kinder bereits zuverlässig windelfrei sein. Es geht dabei nicht darum, ob eine Windel „zur Sicherheit“ getragen wird, sondern darum, dass die Entwöhnungsphase nicht im Training stattfinden kann.

Unsere Bonsai-Lektionen werden von ehrenamtlichen Trainer:innen geleitet und sind auf Bewegung, Spiel und Gruppe ausgerichtet. Wir können während des Trainings keine Toilettenbegleitung, Pflege oder Reinigung übernehmen. Wenn euer Kind noch mitten in dieser Phase ist, wartet bitte noch etwas mit dem Einstieg. Sobald es im Alltag zuverlässig ohne Windel zurechtkommt, freuen wir uns sehr auf ein Probetraining.

Ja, beim Bonsai-Probetraining dürfen Eltern in der ersten Hälfte der Lektion zuschauen. Danach begleiten wir die Eltern gemeinsam mit den Kindern in den Vereinsraum, wo sie während der zweiten Hälfte warten.

Dieser Wechsel ist bewusst Teil unseres pädagogischen Konzepts. Gerade im Vorschulalter ist es ein wichtiger Entwicklungsschritt, sich für kurze Zeit von den Eltern lösen und in einer Gruppe orientieren zu können. Wir beobachten dabei, ob das Kind die nötige soziale und emotionale Reife mitbringt, um im Training anzukommen, Anleitungen aufzunehmen und sich auf die Gruppe einzulassen.

So können wir gemeinsam mit euch Eltern einschätzen, ob Bonsai Kids bereits der richtige Zeitpunkt ist oder ob ein späterer Einstieg sinnvoller wäre. Das ist für alle entspannter und fairer, bevor eine Mitgliedschaft abgeschlossen wird.

Im regulären Training schauen Eltern grundsätzlich nicht zu. Kinder sollen im Dojo einen eigenen Raum erleben, in dem sie sich frei bewegen, ausprobieren und entwickeln können, ohne von den Eltern beobachtet zu werden.

Gerade für kleine Kinder ist dieser Schritt in die eigene Autonomie wichtig. Natürlich bleiben Eltern bei Prüfungen, Aufführungen, Vereinsanlässen, Seminaren oder besonderen Trainingsmomenten herzlich willkommen. Im normalen Unterricht gehört das Training aber den Kindern und der Gruppe.

Bitte benutzt die kostenlosen Parkplätze hinter dem Dojo an der Tämperlistrasse 4. Dort stehen gemäss Lageplan 28 Parkplätze zur Verfügung.

Die drei mit Ikigaido beschrifteten Parkplätze direkt vor dem Dojo sind ausschliesslich für unsere Trainer:innen reserviert. Der Weg von den Parkplätzen hinter dem Haus zum Dojo ist praktisch gleich kurz wie von den Parkplätzen direkt davor. Danke, dass ihr korrekt parkiert.

Nein. Die Teilnahme an Turnieren ist bei uns freiwillig. Wir bieten Kindern sowohl traditionelles Karate und Judo im Breitensport als auch altersgerechte Wettkampfmöglichkeiten an.

Unsere Erfahrung zeigt, dass besonders kindergerechte Breitensportturniere für viele Kinder sehr wertvoll sein können: Sie lernen mit Nervosität umzugehen, sich fair zu messen, Erfolge einzuordnen und auch mit Niederlagen konstruktiv umzugehen. Darum unterstützen wir Kinder gerne bei der Teilnahme und freuen uns, wenn Familien solche Gelegenheiten aktiv nutzen und ihre Kinder zur Teilnahme ermutigen.

Wir zwingen aber kein Kind zu Wettkämpfen oder Turnieren. Entscheidend ist, dass der Weg zum Kind, zur Familie und zur persönlichen Entwicklung passt.

Ja. Wir bieten ambitionierten Athlet:innen im Verein eine Plattform, um sich langfristig und individuell weiterzuentwickeln, orientiert am FTEM-Modell von Swiss Olympic.

Dazu gehören Trainingsstrukturen, Wettkampfbegleitung, Eigen- und Zusatztraining, passende Infrastruktur sowie ein Netzwerk in Bereichen wie Sportschule, Ernährung, Leistungsdiagnostik und Sportpsychologie. Solche Wege besprechen wir aber immer persönlich und altersgerecht mit dem Kind und der Familie.

Wichtig ist uns: Wir sind kein „Medaillen-Dojo“, das Kinder über Resultate definiert. Leistungssport kann ein wertvoller Weg sein, wenn Motivation, Reife, Umfeld und Belastung zusammenpassen. Unser Ziel ist eine gesunde, langfristige Entwicklung, nicht der schnelle Erfolg um jeden Preis.

Karate und Judo können Kinder dabei unterstützen, Konzentration, Ausdauer, Selbststeuerung und gesunde Gewohnheiten zu entwickeln. Sie ersetzen aber keine kindgerechte Erziehung und sind kein Ort, an den man Kinder „abgibt“, damit sie dort diszipliniert werden.

Wir arbeiten im Training über Bewegung, Gruppe, Rituale, klare Regeln und sportliche Ziele. In einem respektvollen, menschenfreundlichen Umfeld können Kinder Schritt für Schritt stärker, selbstständiger und verbindlicher werden. Das gelingt aber am besten, wenn Eltern diesen Weg mittragen und nicht erwarten, dass der Verein allein löst, was im Alltag der Familie entstehen muss.

Nicht sofort. Dass Kinder zwischendurch keine Lust haben, ist normal und gehört zu jedem längerfristigen Lernprozess. Motivation kommt und geht. Gewohnheiten, Verbindlichkeit und kleine Ziele helfen Kindern, auch durch solche Phasen hindurchzugehen.

Zwischen „ich zwinge mein Kind“ und „mein Kind entscheidet immer spontan“ gibt es viele gute Möglichkeiten: klare Abmachungen, Mini-Ziele, ein vereinbarter Zeitraum bis zur nächsten Prüfung oder ein Gespräch mit den Trainer:innen. Gerade als Verein möchten wir Kinder nicht nur unterhalten, sondern sie dabei begleiten, dranzubleiben und an Herausforderungen zu wachsen.

Ja, sehr gerne. Wir haben viel Erfahrung mit neurodivergenten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, auch in unserem Trainer:innen-Team und nehmen das Thema ernst. Karate und Judo können für viele neurodivergente Menschen sehr wertvoll sein: durch klare Strukturen, Bewegung, Rituale, Körperwahrnehmung, soziale Orientierung und verlässliche Beziehungen.

Wichtig ist aber: Sport ersetzt keine medizinische, psychologische oder therapeutische Abklärung und auch keine notwendige Behandlung oder Medikation. Wir verstehen Karate und Judo nicht als „Austoben“, sondern als pädagogisch und sportlich begleitetes Training in einer Gruppe.

Damit der Einstieg gut gelingt, bitten wir euch um offene Kommunikation. Sagt uns vor dem Probetraining, was euer Kind braucht, was schwierig sein kann und was bereits gut funktioniert. Dann können wir gemeinsam einschätzen, ob unser Angebot aktuell passt und unter welchen Bedingungen euer Kind bei uns gut trainieren kann.

Unsere Halbjahres- und Jahresmitgliedschaften verlängern sich automatisch um die ursprünglich gewählte Laufzeit. Ausgenommen sind Kurse: Anfänger- oder Selbstschutz-Kurse enden automatisch mit dem Kursende.

Eine Kündigung muss spätestens 30 Tage vor der Verlängerung schriftlich per E-Mail an unsere Buchhaltung eingereicht werden. Kündigungen im Training, mündlich oder per Chat können wir nicht berücksichtigen.

Wir erheben grundsätzlich keine Anmeldegebühr. Wenn eine Mitgliedschaft jedoch wiederholt gekündigt und kurz darauf neu abgeschlossen wird, verrechnen wir für den erneuten Eintritt eine administrative Gebühr von CHF 50 . Damit möchten wir unnötigen Verwaltungsaufwand vermeiden und ein verbindliches Vereinsleben fördern.

Für jüngere Kinder von 3-5 ist Bonsai Kids zuerst ein polysportischer Einstieg: Im Zentrum stehen Bewegungsgrundformen wie Laufen, Springen, Rollen, Balancieren, Raufen, Werfen, Fangen und spielerische Körpererfahrung.

Judo passt oft gut zu Kindern, die gerne körperlich aktiv sind: raufen, rollen, sich balgen, fallen, werfen, ziehen, schieben und direkten Körperkontakt mögen. Es ist sehr konkret und körpernah, ein bisschen wie Schwingen auf Matten, einfach mit japanischen Regeln, Fallen und Würfen – und ohne Sand.

Karate ist meist abstrakter. Viele Übungen finden gerade am Anfang ohne direkten Partnerkontakt statt. Kinder lernen Bewegungsformen, Techniken, Distanzen, Rhythmus und Körperspannung. Dafür braucht es etwas mehr Vorstellungskraft, Koordination und Freude an klaren, präzisen Bewegungen. Als Bild: Karate ist ein bisschen wie Fechten ohne Degen, mit dem eigenen Körper als Werkzeug.

Beides ist wertvoll, aber nicht jedes Kind startet im gleichen Angebot gleich gut. Wenn ihr unsicher seid, helfen wir euch gerne einzuschätzen, welcher Einstieg aktuell besser passt. Wechseln ist natürlich in Absprache auch möglich.

 

Nach dem Anfängerkurs könnt ihr in Ruhe entscheiden, ob ihr eine Mitgliedschaft im Verein lösen möchtet. Mit der Mitgliedschaft kann euer Kind regelmässig trainieren und alle passenden Trainingsangebote der jeweiligen Sportart im Verein nutzen.

Ein Einstieg ist nicht jederzeit möglich. Gerade bei Kindergruppen achten wir darauf, dass die Klassen ruhig, stabil und altersgerecht geführt werden können. Deshalb gibt es je nach Angebot feste Zeitfenster für Probetrainings oder Anfängerkurse.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen ist ein Einstieg oft flexibler möglich, weil einzelne neue Teilnehmende die Gruppe weniger stark verändern. Während intensiver Prüfungsvorbereitungen bieten wir jedoch grundsätzlich keine Probetrainings an.

Ikigaido verfügt über eine Vereins- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung. Diese deckt Haftpflichtfälle des Vereins im Rahmen der Versicherungsbedingungen ab, zum Beispiel wenn durch den Vereinsbetrieb ein Personen- oder Sachschaden entsteht.

Nicht gemeint ist damit eine persönliche Unfallversicherung für jedes einzelne Mitglied. Wenn sich ein Kind im Training verletzt, läuft dies grundsätzlich über die eigene Unfallversicherung des Kindes bzw. der Familie. In der Schweiz ist diese Absicherung in der Regel obligatorisch über Krankenkasse oder Arbeitgeber geregelt.

Wir achten im Training auf Sicherheit, altersgerechte Übungen und sorgfältige Anleitung. Gleichzeitig bleiben Karate und Judo Bewegungssportarten: Kleine Stürze, blaue Flecken oder Zusammenstösse können trotz aller Vorsicht vorkommen.

Judo und Karate sind technikreiche, komplexe Sportarten mit vielen Bewegungsmustern. Gerade am Anfang ist die Lernkurve steil. Aus unserer Erfahrung ist es deshalb sinnvoll, wenn Kinder, Jugendliche und Erwachsene möglichst mindestens zweimal pro Woche trainieren.

Einmal pro Woche ist natürlich möglich, besonders wenn es zum eigenen Alltag passt und konstant durchgezogen wird. Der Fortschritt ist dann aber meist langsamer. Gerade in Kinder- und Jugendgruppen kann das demotivierend sein, wenn andere, die zwei- bis dreimal pro Woche trainieren, schneller vorankommen.

Bei Erwachsenen ist das oft entspannter: Wer aus Freude, für Gesundheit und Bewegung einmal pro Woche regelmässig trainiert, macht bereits viel richtig. Wer aber wirklich ins Training hineinfinden, die Komplexität verstehen und sich spürbar entwickeln möchte, sollte vor allem am Anfang eher zweimal pro Woche kommen.

Ausnahmen sind Bonsai Kids und Anfängerkurse: Diese finden bewusst einmal pro Woche statt.

Prüfungen gehören zu Judo und Karate dazu, stehen bei uns aber nicht im Zentrum. Wichtiger als der nächste Gurt ist eine gesunde, saubere und langfristige Entwicklung im Training.

Die Voraussetzungen sind in unserem Prüfungsreglement festgelegt. Je nach Gurt gibt es Anforderungen an Technik, Präsenz- und Karenzzeit. Je höher der Gurt, desto umfangreicher und anspruchsvoller werden die Inhalte.

Für den ersten halbgelben Gurt rechnen wir in der Regel mit etwa einem halben Jahr regelmässigem Training. Der Weg bis zum Schwarzgurt dauert bei uns bei seriösem, kontinuierlichem Training ungefähr zehn Jahre.

Wir kommunizieren mit unseren Mitgliedern grundsätzlich über die Ikigaido App für iPhone und Android. Dort findet ihr wichtige Informationen, Termine, Chats und organisatorische Hinweise rund um Training, Prüfungen, Turniere und Vereinsleben.

Fragen zu Rechnungen, Verträgen oder Zahlungen richtet ihr bitte direkt per E-Mail an unsere Buchhaltung. Alle anderen organisatorischen Themen, zum Beispiel Absagen, Prüfungen oder Turnierfragen, laufen über den App-Chat.

Wichtige Gespräche führen wir nicht zwischen Tür und Angel direkt vor oder nach dem Training. In den kurzen Pausen müssen wir die nächsten Lektionen vorbereiten und für die Gruppen da sein. Bitte meldet euch deshalb vorher über die App oder per E-Mail, damit wir uns in Ruhe Zeit nehmen können.